Philosophie & Ziele
Siwa ist eine Oase in der ägyptischen Sahara 590 km südwestlich von Alexandria und nahe der libyschen Grenze. Siwa ist nicht nur ein Ort mit großen Dattel- und Olivenhainen, sondern auch ein Ort mit einer langen Geschichte und gastfreundlichen Menschen innerhalb einer atemberaubenden Landschaft.
Vom Orakel im damaligen Zentrum der Oase ließ sich Alexander der Große als Herr der Welt und als Gott bestätigen. Auch Cleopatra hat hier ein Bad genommen.
Seit dem Untergang des Pharaonenreiches ist Siwa für lange Zeit seiner Geschichte als wichtiger Rast- und Umschlagsplatz im Karawanenhandel bedeutungslos geworden, heute ist Siwa jedoch wieder ein Ort, auf den die ägyptische Regierung große Hoffnungen setzt.
Angestrebt wird die Entwicklung einer biologisch-dynamischen Landwirtschaft
in Verbindung mit einer behutsamen Öffnung des Fremdenverkehrs.
Wegen der Abgeschiedenheit von Siwa - jeher den überlieferten Traditionen verpflichtet - wollen wir bei unseren Entscheidungen den W e r t über die M e n g e stellen.
Für den Ackerbau bedeutet dies:
Die Oase Siwa verfügt über reichlich sprudelnde Quellen, deren Wasser je nach Brunnentiefe von unterschiedlicher Qualität ist. Die landwirtschaftlich nutzbare Fläche wird auf 250 000 Fedan (1 ha = 2,38 Fedan) geschätzt, wovon gegenwärtig nur 14 000 Fedan angebaut werden.
Siwa hat nicht zu wenig Wasser, sondern eher zu viel. Ein Großteil dessen, was
aus den warmen Brunnen sprudelt, fließt durch Felder und Gärten in die
tiefer gelegenen Flächen der abflusslosen Siwa-Senke und bildet dort
tiefblaue Seen.
In den vergangenen zehn Jahren hat die ägyptische Regierung mit internationaler Hilfe (EU, Weltbank/IFC, UNDP) den Rahmen abgesteckt, innerhalb dessen die sozio-ökonomische Entwicklung der Oase voran getrieben und die Unterstützung von privaten Investoren gesucht werden soll.
Als Anreiz wird eine Steuerbefreiung für die nächsten zwanzig Jahre geboten. Als oberstes Gebot aller Entwicklungstätigkeiten steht dabei die Bewahrung der einzigartigen historischen, kulturellen und landschaftlichen Gegebenheiten in der Region.
Zu unseren Entwicklungszielen zählen insbesondere die folgenden Programmpunkte: